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Dimensionen

Austria

Den Gedanken Raum geben - mit Reportagen, Features, Recherchen, Porträts und Gesprächen aus den Bereichen Wissenschaft und Kunst, Politik und Wirtschaft, Natur und Technik.

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episodios

  • Wie isst man mit Gefühl?

    22 oct 2026, 15:00 · 24 min

    <p>Open Space: Dimensionen on Tour</p><p>Essen wir nur, wenn wir Hunger haben, oder gibt es auch andere Gründe? Wie unterscheiden sich unsere Essstile? Und was kann ich tun, wenn ich mich beim Essen mehr von meinem Gefühl und weniger von meinen Gefühlen leiten lassen möchte? Die Psychologin Ann-Kathrin Arend vom Labor für Essverhalten an der Uni Salzburg beschäftigt sich mit emotionalem Essen. Sie ist Gast bei den "Ö1 Dimensionen on Tour", einer Veranstaltungsreihe, bei der die Dimensionen heuer Universitäten in ganz Österreich besuchen und Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler einladen, vor dem Ö1-Tourbus Platz zu nehmen und aus ihrem Forschungsgebiet zu erzählen. Studierende und Passanten können sich in die Diskussion einbringen. - Eine Eigenproduktion des ORF, gesendet in Ö1 am 22.10.2026.</p><p>Moderation: Katharina Gruber</p>

  • Der Fall Adler

    21 oct 2026, 11:30 · 24 min

    <p>Vier Schüsse aus einer Browning oder Zweifel an Einstein</p><p>Am 21. Oktober 1916 erschießt Friedrich Adler in Wien den österreichischen Ministerpräsidenten Karl Graf Stürghk. Der Attentäter ist der Sekretär der sozialdemokratischen Arbeiterpartei, Sohn ihres Begründers Victor Adler und studierter Physiker. Es sind vier Schüsse gegen das absolutistische Machtregime der Habsburgermonarchie und den Wahnwitz des Ersten Weltkriegs. Vor Gericht soll die Tat als jene eines Geisteskranken dargestellt werden. Noch in der Untersuchungshaft beginnt er mit Albert Einstein, dem Freund und Kollegen aus Züricher Tagen, einen Briefwechsel über angebliche Widersprüche in der Relativitätstheorie. Wie könnte das Gericht einen Mann, der sich kritisch mit der maßgeblichen Theorie über das Universum auseinandersetzt, in die Psychiatrie sperren? - Eine Rekonstruktion 110 Jahre nach dem Attentat. - Eine Eigenproduktion des ORF, gesendet in Ö1 am 21.10.2026. Gestaltung: Armin Stadler</p>

  • Künstlerische Zukunftsforschung

    20 oct 2026, 12:20 · 24 min

    <p>Ein Besuch im Berliner Art Laboratory</p><p>Das Berliner Art Laboratory schafft einen Raum für interdisziplinären Austausch zwischen Kunstschaffenden und Naturwissenschaftler:innen. Durch künstlerische Forschung und Hybrid Art erkunden sie spekulative Zukunftsszenarien, die Wahrnehmung nicht-humaner Akteure und das Verhältnis zwischen Mensch und Natur. Kunst dient dabei nicht nur der Illustration wissenschaftlicher Erkenntnisse. Sie wird zur eigenständigen Versuchsanordnung, mit der neue Fragen aufgeworfen, Wissen generiert und unsichtbare Zusammenhänge erfahrbar gemacht werden. Dieser experimentelle Zugang soll Raum für Visionen eröffnen, die dort ansetzen, wo etablierte wissenschaftliche Methoden an ihre Grenzen stoßen. - Eine Eigenproduktion des ORF, gesendet in Ö1 am 20.10.2026.</p><p>Gestaltung: Anika Haider</p>

  • Mit der Bahn durch die Klimakrise

    19 oct 2026, 3:00 · 24 min

    <p>Schienen verbiegen sich, Oberleitungen funktionieren nicht mehr, Erdrutsche verlegen den Gleiskörper, Klimageräte können die Waggons nicht mehr kühlen: Die Zunahme extremer Wetterbedingungen, begünstigt und beschleunigt durch den menschengemachten Klimawandel, fordern die Bahn heraus. - Alle zwei Jahre findet im September in Berlin die weltweit größte Eisenbahnfachmesse statt, die "Innotrans". Eine Gelegenheit, um nachzufragen, wie die Branche den Schienenverkehr in Zukunft klimafitter machen möchte? - Eine Eigenproduktion des ORF, gesendet in Ö1 am 19.10.2026.</p><p>Gestaltung: Stefan May</p>

  • Dimensionen on Tour: Wie geht guter Schlaf?

    15 oct 2026, 3:00 · 24 min

    <p>Acht Stunden, am besten ohne Unterbrechung und idealerweise ohne Smartphone - so stellen sich viele "guten Schlaf" vor. Doch stimmt das überhaupt? Was macht guten Schlaf aus? Und wann fühlen wir uns in der Früh erholt? Die Schlafforscherin Kerstin Hödlmoser von der Universität Salzburg beschäftigt sich seit rund zwei Jahrzehnten mit dieser Frage. Sie hat erforscht, was im Gehirn passiert, während wir schlafen und was uns nachts wachhält. Über ihre Forschungsergebnisse sprach sie mit Juliane Nagiller bei "Ö1 Dimensionen on Tour". Tourstopp im Unipark Nonntal der Universität Salzburg. - Eine Eigenproduktion des ORF, gesendet in Ö1 am 15.10.2026.</p><p>Moderation: Juliane Nagiller</p>

  • Wenn Küsse krank machen

    14 oct 2026, 10:36 · 24 min

    <p>Das Epstein-Barr-Virus</p><p>Das Epstein-Barr-Virus befällt weltweit mehr als 90 Prozent aller Erwachsenen, meist schon im Kindesalter und oft ohne Symptome. Die Ansteckung erfolgt meist über den Speichel, weshalb es auch als "Kusskrankheit" bekannt ist. Obwohl häufig unbemerkt, kann eine Infektion mit diesem Erreger, der zu den Herpes-Viren zählt, eine ganze Menge gesundheitlicher Probleme nach sich ziehen - von leichtem Unwohlsein bis hin zu schweren Erkrankungen. Die Wissenschaft beginnt erst jetzt, die Zusammenhänge besser zu verstehen. - Eine Eigenproduktion des ORF, gesendet in Ö1 am 14.10.2026.</p><p>Gestaltung: Sabrina Adlbrecht</p>

  • True Crime: Wo bleibt die Würde der Opfer?

    13 oct 2026, 11:31 · 24 min

    <p>Das Genre "True Crime" erzählt reale Kriminalfälle nach. Seine Ursprünge reichen in das 20. Jahrhundert zurück. Der aktuelle Boom entstand bereits in den 2010er-Jahren, auch durch die zunehmende Beliebtheit von Podcasts. So verzeichnet der erstmals 2014 produzierte US-Podcast "Serial" bis heute ein Millionenpublikum. Und auch in Europa und Österreich ist der Hype um das mediale Nachstellen von Verbrechen - zumeist sind es Morddelikte - in Podcasts, TV-Serien und Zeitschriften groß. Die Formate stoßen aber auch auf Kritik: Sie würden nicht selten ein voyeuristisches Interesse bedienen, Tätern und Täterinnen eine fragwürdige und zu starke Aufmerksamkeit widmen. Das Leid der Opfer würde ausgebeutet, deren Persönlichkeitsrechte seien kaum existent. - Eine Eigenproduktion des ORF, gesendet in Ö1 am 13.10.2026.</p><p>Gestaltung: Rosemarie Burgstaller</p>

  • Der Chytridpilz: Ein stiller Amphibienkiller

    12 oct 2026, 10:38 · 24 min

    <p>Der Chytridpilz ist ein Hautpilz, der sich in den vergangenen Jahrzehnten über weite Teile der Erde ausgebreitet hat und als eine der Hauptursachen des globalen Amphibiensterbens gilt. Zu seinem Ursprung und seiner Verbreitung gibt es bis heute viele offene Fragen. Welche Rolle spielen Klimawandel und Globalisierung bei der Ausbreitung? Und welche Folgen hat das Verschwinden von Fröschen, Kröten und Salamandern für unsere Ökosysteme? Auch Österreich ist betroffen. Lässt sich der Chytridpilz überhaupt noch eindämmen? - Eine Eigenproduktion des ORF, gesendet in Ö1 am 12.10.2026.</p><p>Gestaltung: Florian Jauk</p>

  • Wie man am Land grüßt

    8 oct 2026, 9:51 · 24 min

    <p>Open Space: das Magazin</p><p>1. Woran Katastrophenschutz manchmal scheitert<br/>Beitrag: Juliane Nagiller</p><p>2. Wie Grußformeln am Land funktionieren<br/>Gespräch: Lothar Bodingbauer</p><p>3. Welche Rolle Pilze im Kohlenstoffkreislauf des Waldes spielen<br/>Beitrag: Katharina Gruber</p><p>Moderation: Armin Stadler</p>

  • Krieg der Krebse: Facetten einer Flussfeindschaft

    7 oct 2026, 12:57 · 24 min

    <p>Edel- und Steinkrebse verschwinden aus Europas Bächen - ersetzt von nordamerikanischen Signalkrebsen. Mit ihnen kam ein tödlicher Passagier: der Erreger der Krebspest, die heimische Arten fast vollständig auslöscht. Gleichzeitig gelten invasive Krebse mancherorts als Delikatesse. Wo liegen die letzten Refugien einheimischer Flusskrebse, die Taucher*innen, Naturschutz und Behörden zu retten versuchen? Dabei Anglerinteressen, Besatzprogramme und Aquaristik gleichermaßen zu berücksichtigen, ist nicht immer leicht. Ein Öko-Krimi, angesiedelt zwischen Seuche, Globalisierung und kulinarischem Trend.</p><p>Gestaltung: Kathrin Horvath</p>

  • Kann man Kinder formen?

    6 oct 2026, 3:00 · 24 min

    <p>Über die Grenzen der Erziehung</p><p>Eltern sollen fördern, begleiten, aufmerksam sein, die richtigen Entscheidungen treffen und möglichst nichts versäumen. Noch immer lautet das Versprechen der Erziehung: Wenn man genug weiß, genug investiert und sensibel genug agiert, lässt sich ein Kind in die richtige Richtung lenken. Gleichzeitig zeigt die Entwicklungsforschung, dass Kinder nicht als "leere Blätter" zur Welt kommen: Sie unterscheiden sich zum Beispiel in Temperament, Reizbarkeit oder Anpassungsfähigkeit. Dazu kommen vorgeburtliche Einflüsse, Bindungserfahrungen und Umweltfaktoren, die sich nur begrenzt steuern lassen. Wie formbar sind Kinder also tatsächlich? Und wo beginnt die Illusion, man könne ihre Persönlichkeit bis ins letzte Detail planen? <br/>Eine Eigenproduktion des ORF, gesendet in Ö1 am 06.10.2026.</p><p>Gestaltung: Kaspar Arens</p>

  • Sonnenausbruch: Der unberechenbare Stern

    5 oct 2026, 3:00 · 24 min

    <p>Im Jahr 1859 traf ein Sonnensturm der Superlative die Erde. Kann das wieder passieren? Die verheerende Folge für die Erde könnte jedenfalls ein Ausfall interkontinentaler Stromnetze sein. Dann würden beispielsweise Kommunikations- und Wettersatelliten gestört oder die Wasserversorgung zu globalen Problemen werden. (Übernahme: Deutschlandfunk 2026) - Diese Sendung wurde am 05. 10. 2026 in Ö1 ausgestrahlt.</p><p>Gestaltung: Karl Urban</p>

  • Forschen im schmelzenden Eis: Österreichs Arktis-Forschungsstation

    1 oct 2026, 3:00 · 24 min

    <p>Stürme mit bis zu 300 km/h, schmelzende Gletscher und Eisberge in Bewegung: In Ostgrönland untersucht ein Forschungsteam der Universität Graz, wie sich die Klimaerwärmung auf Landschaft und Ökosysteme auswirkt. Studierende und Forschende vermessen Gletscherseen und Gletscherflüsse, analysieren Schadstoffe in Flechten und erforschen, wie Eisberge Strömungen und Schichtung im Meerwasser beeinflussen. Die neu errichtete Arktisstation dient dabei als Basis für Forschung unter extremen Bedingungen. Eine Eigenproduktion des ORF, gesendet in Ö1 am 01.10.2026.</p><p>Gestaltung: Paul Sihorsch</p>

  • Shoah: Ein filmisches Mahnmal gegen das Vergessen

    30 sept 2026, 3:00 · 24 min

    <p>Der französische Journalist und Regisseur Claude Lanzmann arbeitete rund zwölf Jahre an seinem epochalen Dokumentarfilm. 1985 wurde er in Paris uraufgeführt. 1986, vor 40 Jahren, kam er in deutsche und österreichische Kinos, anschließend ins Fernsehen. Der Film hat eine Dauer von neuneinhalb Stunden. Er führt an die Orte des systematischen Massenmordes und lässt Überlebende das Unfassbare berichten. Er zeigt Täter und scheinbar unbeteiligte Zeugen, verzichtet auf historisches Archivmaterial. Als beharrlicher Fragesteller nähert sich Lanzmann nach und nach der Vielschichtigkeit des Grauens. Sein Dokumentarfilm "Shoah" fiel in die Zeit eines neuen Umgangs mit der Geschichte des Holocaust in Österreich und Europa. Eine Eigenproduktion des ORF, gesendet in Ö1 am 30.09.2026.</p><p>Gestaltung: Rosemarie Burgstaller</p>

  • Falscher Herbst: Wie der Klimawandel die Jahreszeiten verändert

    29 sept 2026, 3:00 · 24 min

    <p>Die Phänologie untersucht die periodisch wiederkehrenden Entwicklungsstadien in der Natur - von der Blüte über den Laubaustrieb bis zum Vogelzug. Langjährige Beobachtungsreihen zeigen: Der Klimawandel verschiebt jahrzeitliche Erscheinungen. Trotz längerer Vegetationsperioden verlieren die Bäume früher ihre Blätter. Ursache sind Hitze, Dürre oder Wassermangel im Sommer. Dann verfärben sich die Blätter braun, obwohl der Herbst noch gar nicht begonnen hat. Welche Folgen haben verschobenen Jahreszeiten für Pflanzen, Tiere, die Landwirtschaft und unseren Alltag? Eine Eigenproduktion des ORF, gesendet in Ö1 am 29.09.2026.</p><p>Gestaltung: Florian Jauk</p>

  • Vom Karottenkopf zum Popphänomen

    28 sept 2026, 3:00 · 24 min

    <p>Kurze Kulturgeschichte eines Rothaarigen</p><p>Die Mutation eines einzigen Gens trennt ein Prozent der Menschheit vom Rest - und bescherte rothaarigen Menschen Spott und Verfolgung, bedingt durch Aberglauben. Von Shakespeare bis Dickens, von South Park bis Harry Potter zieht sich diese Muster durch die Kulturgeschichte. Laut einer britischen Umfrage wurden mehr als 80 Prozent aller rothaarigen Jugendlichen wegen ihrer Haarfarbe gemobbt. Wissenschaftlich ist belegt, dass Rothaarige ein anderes Schmerzempfinden und eine sensiblere Haut haben. Und ein Max-Planck-Team fand heraus, dass es wahrscheinlich schon rothaarige Neandertaler gab. In den letzten Jahren wandelt sich das Bild: Hochglanzmagazine, internationale "Ginger Pride"-Festivals und Hollywoodstars machen Rothaarigkeit zum Popphänomen. Eine Eigenproduktion des ORF, gesendet in Ö1 am 28.09.2026.</p><p>Gestaltung: Bartholomäus Laffert</p>

  • Hanna Meuter: Die übersehene Pionierin

    24 sept 2026, 3:00 · 24 min

    <p>Frühe Soziologin, engagierte Friedensaktivistin, Bildungsreformerin - und doch beinahe vergessen: Hanna Meuter zählte zu den ersten Frauen mit Doktorat in Soziologie. 1926 stellte sie in Wien ihre Habilitationsforschung vor, doch die Universität Köln verweigerte ihr die akademische Laufbahn, weil man ihr als Frau die akademische Kompetenz absprach. 1933 wurde sie im Zuge der NS-Machtübernahme als politisch unzuverlässig aus dem Dienst als Bibliothekarin entlassen. Im Verborgenen analysierte sie daraufhin, wie das NS-Regime Angst, Denunziation und Gewalt in das Alltagsleben trägt. Rosemarie Burgstaller spricht mit dem Historiker Clemens Pfeffer über eine kritische Intellektuelle, deren Werk gerade wiederentdeckt wird. Eine Eigenproduktion des ORF, gesendet in Ö1 am 24.09.2026.</p><p>Gestaltung: Rosemarie Burgstaller</p>

  • Zwischen Diagnose und Deutung

    23 sept 2026, 3:00 · 24 min

    <p>Philosophie im Dialog mit Psychiatrie und Psychotherapie</p><p>Was bedeutet es, psychisch gesund oder krank zu sein? Wer entscheidet darüber und nach welchen Kriterien? - Krankheitskonzepte kritisch zu reflektieren und ethische Fragen nach Zwang, Autonomie, Würde und Verantwortung in der Behandlung zu thematisieren, betrachtet die Philosophie der Psychiatrie als ihre Aufgabe. Dabei zeigt sich: Philosophische Denkwerkzeuge helfen der Psychiatrie, ihre eigenen Grundannahmen zu hinterfragen und damit Behandlungen zu verbessern. Umgekehrt profitiert auch die Philosophie von diesem interdisziplinären Dialog, da sie existenzielle Fragen des Menschseins wie Identität, Bewusstsein oder das Leib-Seele-Problem an menschlichen Grenzerfahrungen überprüfen kann. Eine Eigenproduktion des ORF, gesendet in Ö1 am 23.09.2026.</p><p>Gestaltung: Sabrina Adlbrecht</p>

  • Vertriebene Veterinäre: Die Vetmeduni Wien stellt sich ihrer Geschichte

    22 sept 2026, 3:00 · 24 min

    <p>Als 1938 nach dem sogenannten Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich viele Rektoren an den Unis ausgetauscht wurden, war das an der Tierärztlichen Hochschule nicht notwendig. Rektor Franz Benesch war schon vor dem "Anschluss" dafür bekannt, dem Nationalsozialismus sehr nahe zu stehen. Und auch die antisemitische Gewalt begann nicht 1938: Nationalsozialistische Studenten organisierten im Mai 1933 eine Gewaltaktion, bei der sie jüdische Studierende verprügelten. Im Zuge der Aufarbeitung der NS-Geschichte der Vetmeduni hat die Historikerin Lisa Rettl die Biografien vertriebener Studenten recherchiert und Nachfahren aus Israel nach Wien eingeladen, die mehr über die Geschichte ihrer Väter und Großväter erfahren wollen. Eine Eigenproduktion des ORF, gesendet in Ö1 am 22.09.2026.</p><p>Gestaltung: Katharina Gruber</p>

  • Super-GAU im Nationalpark

    21 sept 2026, 3:00 · 24 min

    <p>Wie in der Schweiz ein verseuchter Fluss saniert wird</p><p>Vor 10 Jahren nahm ein beispielloses Unglück seinen Anfang, das seither den Schweizer Nationalpark im Kanton Graubünden beschäftigt. Am Rand des Schutzgebietes steht eine Staumauer aus den 1960er Jahren, sie bildet den Lago di Livigno in Italien. Bei einem Zwischenfall bei Sanierungsarbeiten gelangte PCB-haltiger Staub in den Fluss Spöl, der durch den Nationalpark fließt. Polychlorierte Biphenyle (PCBs) sind langlebige und hochgiftige Stoffe, die sich in der Nahrungskette anreichern: in Wasser und Kies, Kleinstlebewesen, Fischen und Vögeln. Nach jahrelangen Verhandlungen wird der Spöl saniert. Während die Schuldfrage vor Gericht noch nicht geklärt ist, werden Bachforellen umgesiedelt, das Flussbett ausgebaggert, belastetes Sediment vor Ort gereinigt oder entsorgt. Eine Reportage aus den Schweizer Bergen am 10. Jahrestag der Katastrophe. Eine Eigenproduktion des ORF, gesendet in Ö1 am 21.09.2026.<br/>Gestaltung: Lukas Tremetsberger</p>

  • Pelicot ist überall

    17 sept 2026, 14:07 · 24 min

    <p>Die Netzwerke der Täter:</p><p>Betäubt, missbraucht, gefilmt - vom eigenen Partner, oft unter Beteiligung Dritter. Der Fall Gisèle Pelicot löste weltweit Entsetzen aus. Doch mittlerweile zeigt sich: Pelicot ist kein Einzelfall, sondern die Spitze des Eisbergs. Auch der Femizid in Marchtrenk, der letzte Woche Österreich schockierte, scheint diesem Muster zu entsprechen. Ein aktueller Bericht über ein Gewaltphänomen, das laut Europol massiv zunimmt. - Eine Eigenproduktion des ORF, gesendet in Ö1 am 17.09.2026.</p><p>Gestaltung: Daniela Derntl</p>

  • Neandertaler: Der unterschätzte Urmensch

    16 sept 2026, 3:00 · 24 min

    <p>Lange wurde er als grobschlächtiger Eiszeitmensch dargestellt, schlicht und ohne kulturelle Begabung. Doch das Bild des Neandertalers hat sich in den letzten 20 Jahren deutlich gewandelt: Er konnte kochen, entfernte Karies mit Steinbohrern und verwendete Klebstoff, um Werkzeugteile miteinander zu verbinden. Die Palette der Kulturtechniken ist durchaus mit jener des modernen Menschen zu vergleichen. Wie man durch die moderne Archäogenetik weiß, haben Neandertaler und Homo sapiens auch Nachkommen gezeugt. Von Abgrenzung unterschiedlicher Arten kann also keine Rede sein. Dennoch ist der Neandertaler vor 40.000 Jahren ausgestorben, während sein Verwandter den gesamten Erdball erobert hat. Warum? Manche argumentieren, der Neandertaler lebt immer noch - in uns. - Eine Eigenproduktion des ORF, gesendet in Ö1 am 16. 09. 2026.</p><p>Gestaltung: Robert Czepel</p>

  • Eine Sache des Vertrauens?

    15 sept 2026, 3:00 · 24 min

    <p>Warum Einzelpersonen mehr bekommen als Institutionen</p><p>Zeitungen, Rundfunk, Parteien, Kirchen, Universitäten oder staatliche Stellen verlieren für viele Menschen an Autorität. Gleichzeitig gewinnen einzelne Stimmen an Einfluss, beispielsweise Podcaster und Influencerinnen, die politische, kulturelle und gesellschaftliche Entwicklungen für ihr Publikum einordnen. Diese identifizierbaren Personen versprechen Nähe, Haltung und Wiedererkennbarkeit. Was bedeutet diese Entwicklung für das Verständnis von Öffentlichkeit und die demokratische Orientierung? Und wozu könnte der Vertrauensverlust der Institutionen führen, wenn Expertise immer stärker über Charisma und persönliche Ansprache vermittelt wird? - Eine Eigenproduktion des ORF, gesendet am 15. 09. 2026.</p><p>Gestaltung: Kaspar Arens</p>

  • 160 Jahre "Generelle Morphologie der Organismen"

    14 sept 2026, 3:00 · 24 min

    <p>Was Ernst Haeckels Klassiker uns heute noch sagt</p><p>Mit seiner 1866 erschienenen "Generellen Morphologie der Organismen" machte der Zoologe und Philosoph Ernst Haeckel Darwins Evolutionstheorie im deutschsprachigen Raum bekannt. Der talentierte Zeichner erstellte Stammbäume des Lebens, systematisierte die belebte Natur nach Form und Gestalt und prägte den Begriff "Ökologie". Einflussreich für spätere Forschergenerationen wurde seine Auffassung von der Vernetzung aller Organismen. Spuren seines Denkens finden sich in der modernen Biologie und Genetik. Andere Ideen, wie jene zur Embryonenentwicklung, haben sich als falsch oder ungenau erwiesen oder werden heute kritisch gesehen, vor allem Haekels sozialdarwinistische Überlegungen. Das Erbe des Naturforschers lässt sich im "Phyletischen Museum" in Jena erkunden, wo er 1919 gestorben ist. - Eine Eigenproduktion des ORF, gesendet in Ö1 am 14. 09. 2026.</p><p>Gestaltung: Ilse Huber</p>

  • Entwicklungsland Laos

    10 sept 2026, 8:34 · 24 min

    <p>Im OPEN SPACE zu Gast: Ildiko Hamos vom World Food Programme der Vereinten Nationen</p><p>Laos ist eines der letzten Länder der Welt mit Hammer und Sichel auf Flaggen im Straßenbild. Das langgestreckte Binnenland zwischen Thailand, China, Vietnam und Kambodscha wird seit 1975 von der kommunistischen Einheitspartei regiert. Eine hohe Inflation lässt die Kaufkraft schwinden. Mangelernährung in den Dörfern soll durch Infrastrukturmaßnahmen reduziert werden. Ildiko Hamos arbeitet seit zehn Jahren für das World Food Programme der Vereinten Nationen in Laos. Die in Wien geborene, studierte Sprachwissenschaftlerin lebt mit ihrer Familie in der Hauptstadt Vientiane. Sie hat viele Hilfsprojekte in den Dörfern des gesamten Landes begleitet. - Eine Eigenproduktion des ORF, gesendet in Ö1 am 10. 09. 2026.</p><p>Moderation: Lothar Bodingbauer</p>

  • Parasomnien: Wenn der Schlaf verrücktspielt

    9 sept 2026, 10:34 · 24 min

    <p>Ein LKW-Fahrer, der nachts mit seinem tonnenschweren Fahrzeug über die Autobahn brettert und sich danach an nichts erinnern kann; ebenso wie der Mann, der im Schlaf sexuell übergriffig wird oder die Frau, die im Bett unbewusst wilde Tanzbewegungen macht: All das sind Beispiele für so genannte Parasomnien, für ungewöhnliche und unerwünschte Verhaltensweisen oder Erlebnisse, die während des Schlafs auftreten können - häufiger bei Kindern bis zur Pubertät, aber auch bei einem geringen Prozentsatz von Erwachsenen. Das bekannteste, wenn auch bei weitem nicht einzige Beispiel für diese Art von Störung ist das Schlafwandeln. Bisweilen können Parasomnien auch Symptome für Krankheiten aufweisen. (Wh. v. 17. 03. 2026) - Eine Eigenproduktion des ORF, ausgestrahlt am 09. 09. 2026.</p><p>Gestaltung: Sabrina Adlbrecht</p>

  • Die Balkanroute: Wie Europa sesshaft wurde

    8 sept 2026, 16:24 · 24 min

    <p>Die Sesshaftwerdung des Menschen begann im Nahen Osten und breitete sich von dort über Anatolien auf die Balkanhalbinsel aus. Ein archäologischer Fund in Südserbien öffnet ein Fenster in die Welt der ersten sesshaften Europäer: die Überreste einer neolithischen Siedlung erzählen, wie Ackerbau, Viehzucht und erste Dörfer vor 8.000 Jahren entstanden - und wie diese Lebensweise über den Balkan nach Mitteleuropa kam. Die Funde verraten einiges über das Zusammenleben und die soziale Struktur in den ersten Dörfern Europas. Auch Funde der charakteristischen Linearbandkeramik, die später ganz Mitteleuropa prägte, wurden hier ausgegraben. Sie konnte sich über das Flusssystem Axios-Vardar-Morava verbreiten, einer der wichtigsten Verkehrsachsen zwischen Ägäis und Donau. - Eine Eigenproduktion des ORF, gesendet in Ö1 am 08. 09. 2026.</p><p>Gestaltung: Lucia Steinwender</p>

  • Der Regenbogen am Sternenhimmel

    7 sept 2026, 15:27 · 24 min

    <p>Was Farben über das Universum erzählen</p><p>Blau leuchtende Sterne, rote Planeten, bunte Galaxien: Farben prägen unser Bild vom Weltall. Im Licht von Sternen, Planeten und Galaxien stecken nahezu alle Informationen, die sich aus der Ferne über sie gewinnen lassen. Die Spektralanalyse, also die Zerlegung des Lichts in seine Wellenlängen bzw. Farben, ist dabei das wichtigste Werkzeug der Astronomie. Damit lässt sich ermitteln, woraus Sterne bestehen, wie schnell sich das Universum ausdehnt oder welche Elemente in den Atmosphären ferner Planeten vorkommen. Das spielt vor allem bei der Erforschung von Exoplaneten und möglichen Spuren außerirdischer Lebensformen eine zentrale Rolle. Danach wird auch am Institut für Astrophysik der Universität Wien gesucht. - Eine Eigenproduktion des ORF, gesendet in Ö1 am 07. 09. 2026.</p><p>Gestaltung: Robin Aydinonat</p>

  • Zikaden: Eine übersehene Vielfalt

    3 sept 2026, 3:00 · 24 min

    <p>Wer an Zikaden denkt, hat meist den lauten Sommergesang aus Italien, Kroatien oder Griechenland im Ohr. Doch die meisten Arten sind viel kleiner und bleiben unbemerkt, auch in Österreich. Hierzulande sind derzeit 688 Zikadenarten nachgewiesen. Der Biologe und Zikadenforscher Gernot Kunz von der Universität Graz beschäftigt sich seit mehr als zwanzig Jahren mit dieser wenig beachteten Tiergruppe. In einem südsteirischen Weingarten zeigt er, wie Zikaden gefangen und bestimmt werden und wie deutlich sie auf unterschiedliche Bewirtschaftung reagieren können. Beim nächtlichen Lichtfang wird eine erstaunliche Vielfalt an Farben, Formen und Lebensweisen sichtbar. - Eine Eigenproduktion des ORF, gesendet in Ö1 am 03. 09. 2026.</p><p>Gestaltung: Kathrin Horvath</p>

  • Neugestaltung in Nürnberg

    2 sept 2026, 3:00 · 24 min

    <p>Wie aus dem "Reichsparteitagsgelände" ein Begegnungsort werden soll</p><p>Nach der Machtübernahme 1933 in Deutschland beschlossen die Nazis, Nürnberg zur "Stadt der Reichsparteitage" zu machen. Diese wurden von der NSDAP jährlich bis 1938 hier veranstaltet. Albert Speer sollte dafür ein gigantisches Gebäudeensemble auf einer Fläche von elf Quadratkilometern errichten. Aufgrund des Kriegsausbruchs wurde aber nur ein kleiner Teil realisiert. Der diente nach dem Krieg schon der Erinnerungskultur. Nun wird dort aber im großen Stil umgestaltet. Das Zeppelinfeld mit seiner Tribüne soll bis 2030 zu einem Lern- und Begegnungsort, die Kongresshalle in den nächsten drei Jahren zu einem Kulturort ausgebaut werden. Eine neue Dauerausstellung informiert mit aktuellen Forschungsergebnissen über die Nutzung des Geländes während des Kriegs. - Eine Eigenproduktion des ORF, gesendet in Ö1 am 02. 09. 2026.</p><p>Gestaltung: Stefan May</p>

  • Der Schraubenwurm: Rückkehr eines Menschenfressers

    1 sept 2026, 12:26 · 24 min

    <p>1858 entdeckt ein französischer Marinearzt in einer Strafkolonie eine Fliege, deren Larven sich in lebendes Fleisch der Gefangenen bohren - er bezeichnet sie als hominivorax, "menschenfressend". Bei Nutztieren sorgt diese Plage über Jahrzehnte für gigantische wirtschaftliche Schäden. Mitte des 20. Jahrhunderts wird der Schraubenwurm erst in Nordamerika, später in Mexiko und anderen Ländern Mittelamerika ausgerottet. Doch seit 2023 ist der Parasit plötzlich wieder da und verbreitet sich mit einer Geschwindigkeit, die biologisch unmöglich scheint: schneller als die Fliege, die ihn überträgt. Die Suche nach der Ursache führt unter anderem zu illegalen Viehschmugglern in den unberührten Wälder Mittelamerikas. - Eine Eigenproduktion des ORF, gesendet in Ö1 am 01. 09, 2026.</p><p>Gestaltung: Laura Salm-Reifferscheidt</p>

  • Wie Kaiser Franz Joseph die erste Maori-Zeitung mitbegründete

    31 ago 2026, 13:09 · 24 min

    <p>Im Dezember 1858 lief die österreichische Fregatte SMS Novara im Rahmen ihrer Weltumsegelung in Auckland ein. Als sie ein Jahr später wieder auslief, hatten sich Wiremu Toetoe und Te Hemara Rerehau - beide vom Stamm der Ngati Apakura - der Expedition angeschlossen. In Wien angekommen arbeiteten die Männer in der Druckerei von Kaiser Franz Joseph. Als die beiden nach Neuseeland zurückkehren sollten, schenkte Erzherzog Maximilian den beiden zum Abschied eine eigene Druckerpresse. Sie wurde für den Druck der der ersten, vollständig von Maori produzierten Zeitung verwendet. Die Zeitung spielte eine wesentliche Rolle im "Kingitanga", der Königsbewegung. Deren Ziel: ein gemeinsamer König für alle Maori, Auflehnung gegen die britische Kolonialregierung in Neuseeland. - Eine Eigenproduktion des ORF, gesendet in Ö1 am 31. 08. 2026. </p><p>Gestaltung: Anna Tratter</p>

  • Donau-Erkundung II

    26 ago 2026, 13:04 · 24 min

    <p>Unterwegs im bedrohten Flussdelta</p><p>Die Mündung der Donau ins Schwarze Meer ist nach jener der Wolga das zweitgrößte Flussdelta Europas. Hauptsächlich liegt es in Rumänien, ein kleiner Teil gehört zur Ukraine. Rund 5000 Quadratkilometer kaum berührter Natur sind heute ein riesiges Biosphärenreservat. Doch es ist bedroht: Einerseits durch den klimabedingten Anstieg des Meeresspiegels und die dadurch drohende Versalzung, andererseits fehlt ausreichender Sedimenteintrag aufgrund der wie Riegel wirkenden Wasserkraftwerke entlang der Donau. Das führt zu einem Zurückweichen der Meeresufer. - Eine Eigenproduktion des ORF, gesendet in Ö1 am 26. 08. 2026.</p><p>Gestaltung: Stefan May</p>

  • Donau-Erkundung I

    25 ago 2026, 3:00 · 24 min

    <p>Paddeln im internationalsten Fluss der Welt</p><p>Kein Fluss durchfließt so viele Länder wie die Donau: zehn europäische Nationen berührt sie. Einmal im Jahr rückt das verbindende Element sichtbar in den Mittelpunkt: Im Rahmen der "Tour International Danubien" paddeln Sportler aus ganz Europa die Donau hinunter. Dabei geht es um weit mehr als Wassersport: 1956 gegründet, sollte die TID in der Zeit des Kalten Krieges grenzüberschreitende Freundschaften stärken - ein Anliegen, das angesichts des Kriegs in einem Donauland, der Ukraine, wieder besonders aktuell ist. Dieses Jahr findet die 69. Tour statt. Doch die Internationalität der Donau bringt auch Herausforderungen. Wie schützt man ein Gewässer, das sich über so viele Staaten erstreckt? - Eine Eigenproduktion des ORF, gesendet in Ö1 am 25. 08. 2026.</p><p>Gestaltung: Lucia Steinwender</p>

  • Wege aus der Gewalt in Paarbeziehungen

    24 ago 2026, 9:37 · 24 min

    <p>Gewalttäter sind mehrheitlich Männer, vor allem innerfamiliär und bei Tötungsdelikten. Auch unter Kindern und Jugendlichen nehmen die Anzeigen von Gewalttaten zu. Psychotherapeut:innen bieten spezialisierte Programme an, darunter die Anti-Aggressionstherapie, um Täter und potenzielle Opfer vor neuerlichen Gewaltausbrüchen zu schützen. Im Strafvollzug und in der Bewährungshilfe ist Anti-Aggressionstraining ein zentrales Instrument. Seine Wirksamkeit hängt maßgeblich davon ab, wie einsichtig und veränderungsbereit ein Täter ist. Beklagt werden die unzureichende Finanzierung der Angebote und die langen Wartezeiten bei gerichtlich angeordneten Maßnahmen zur Gewaltprävention. - Eine Eigenproduktion des ORF, gesendet in Ö1 am 24. 08. 2026.</p><p>Gestaltung: Sabrina Adlbrecht</p>

  • PMDS: Wenn Hormone Frauen depressiv machen

    20 ago 2026, 3:00 · 24 min

    <p>Zwei Wochen im Monat depressiv, zwei Wochen beschwerdefrei. Das Muster wiederholt sich, Monat für Monat, und doch vergehen oft Jahre bis zur Diagnose. Drei bis acht Prozent aller Frauen im gebärfähigen Alter leiden an PMDS, einer prämenstruellen dysphorischen Störung. Die Beschwerden treten in der zweiten Zyklushälfte auf und verschwinden mit Beginn der Menstruation. Depressionen, Angst, Gereiztheit und Wutausbrüche gehören zu den Symptomen, in schweren Fällen auch Suizidgedanken. Die Hormonschwankungen im Menstruationszyklus sind dabei normal. Was aber anders ist, ist die Reaktion des Gehirns darauf: Es reagiert empfindlicher. Wie genau es dazu kommt, wird noch erforscht. Betroffenen kann mit Lebensstilanpassung, Verhaltenstherapie, Antidepressiva und bestimmten Formen der Pille geholfen werden. Was bei wem hilft, ist individuell unterschiedlich. - Eine Eigenproduktion des ORF, gesendet in Ö1 am 20. 08. 2026.</p><p>Gestaltung: Susanne Endres</p>

  • Aufstieg in den Anden

    18 ago 2026, 15:17 · 24 min

    <p>Wo Österreichs Hochgebirgsökologie begann</p><p>Fast 12 Jahre (1928-1939) verbrachte der Grazer Alpinist und Kartograph Erwin Hein in den bolivianischen, chilenischen und peruanischen Anden. Als Teilnehmer der großen Andenexpeditionen des Deutschen und Österreichischen Alpenvereins erklomm er zahlreiche 6000er in Bolivien und Peru. Gemeinsam mit einem interdisziplinären Team erforschte Hein viele Jahre lang Gletscher, Berge und Flüsse, beschäftigte sich mit den Auswirkungen der kosmischen Strahlung in extremen Höhenlagen auf die indigenen Bevölkerungen und zeichnete klimatische Bedingungen in den Anden auf. Ein interdisziplinäres Forschungsprojekt unter der Leitung des Historikers und Lateinamerika-Experten Christian Cwik vom Institut für Geschichte der Universität Klagenfurt beschäftigt sich mit Resultaten dieser historischen Andenexpeditionen. - Eine Eigenproduktion des ORF, gesendet in Ö1 am 18.08.2026 </p><p>Gestaltung: Rosemarie Burgstaller</p>

  • Robo Relations: Warum wir uns in KI verlieben

    18 ago 2026, 9:14 · 24 min

    <p>KI-Chatbots werden für manche Menschen zu Vertrauten, Freunden oder sogar Partnern. Apps wie Replika oder Character AI versprechen Nähe, Aufmerksamkeit und Gespräche rund um die Uhr. Gleichzeitig zeigt die Forschung, dass emotionale Bindungen zu künstlichen Gesprächspartnern erstaunlich intensiv werden können. Was macht diese Beziehungen so attraktiv? Welche Chancen und Risiken bergen sich darin? Und wie verändert sich unser Verständnis von Nähe, wenn Maschinen immer menschlicher wirken? - Eine Eigenproduktion des ORF, gesendet in Ö1 am 18. 08. 2026.</p><p>Gestaltung: Florian Jauk</p>

  • Doping erwünscht: Wozu Enhanced Games?

    17 ago 2026, 12:07 · 24 min

    <p>"Verbesserte Spiele". Der Titel der erstmals im Mai 2026 durchgeführten Multisportveranstaltung war zwar Programm, hielt aber nicht, was er versprach: Athletinnen und Athleten konnten unter ärztlicher Aufsicht verbotene Substanzen zur Leistungssteigerung einnehmen. Gebrochen wurde dann aber nur ein einziger Weltrekord, im Schwimmen. Doping führt also nicht automatisch zu besseren Leistungen im Spitzensport. Dafür bleibt das erhöhte Gesundheitsrisiko für die Teilnehmer:innen bestehen. Zu welchem Zweck werden solche Spiele also veranstaltet? - Eine Eigenproduktion des ORF, gesendet in Ö1 am 17. 08. 2026.</p><p>Gestaltung: Daphne Hruby</p>

  • Die Nobelpreise 2025: Wirtschaft

    13 ago 2026, 9:35 · 24 min

    <p>Wachstum zwischen Schöpfung und Zerstörung</p><p>Der Preis für Wirtschaftswissenschaften im Gedenken an Alfred Nobel ging 2025 an drei Forscher für ihre grundlegenden Arbeiten zum nachhaltigen und innovationsgetriebenen Wirtschaftswachstum. Sie knüpften an die Theorie eines österreichischen Ökonomen an: Joseph Schumpeter, der den Begriff der "schöpferischen Zerstörung" geprägt hatte. Die Ausgezeichneten konnten in Folge zeigen, wie technologische Innovationen einerseits Produkte und Dienstleistungen verbessern, andererseits aber auch zerstörerisch wirken können - indem Neues Vorhandenes ersetzt. (Wh. v. 2025). - Eine Eigenproduktion des ORF gesendet in Ö1 am 13. 08. 2026.</p><p>Gestaltung: Armin Stadler</p>

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